Konzept

Pädagogische Konzeption PDF Download

Gruppenstrukturen, Betreuungsformen 

In unserer Nestgruppe, der „Wolkengruppe“ werden 1 bis 3 Jahren betreut. Es gibt vier weitere altershomogenen Gruppen: Sternengruppe, Regenbogengruppe, Sonnengruppe und Mondgruppe. Um dem Bindungsprinzip gerecht zu werden, ist die Gruppenstruktur so aufgebaut, dass eine größtmögliche Kontinuität der Betreuungspersonen gewährleiste ist.

Wir bieten folgende Betreuungsformen und –zeiten an:

Gruppenform II (1-3 Jahre) 10 Plätze 45 Wochenstunden (inklusive Mittagsbetreuung)
Gruppenform I (2-6 Jahre) 10 Plätze 35 Wochenstunden  (ohne Mittagsbetreuung)
10 Plätze 35 Wochenstunden – Block (inklusive Mittagsbetreuung)
40 Plätze 45 Wochenstunden (inklusive Mittagsbetreuung)
Gruppenform III (3-6 Jahre) 3 Plätze 35 Wochenstunden  (ohne Mittagsbetreuung)
10 Plätze 35 Wochenstunden – Block (inklusive Mittagsbetreuung)
10 Plätze 45 Wochenstunden (inklusive Mittagsbetreuung)

Öffnungszeiten:

 35 Wochenstunden    7:30-12:30 Uhr und 14:00-16:00 Uhr
35 Wochenstunden  Block   7:30-14:30 Uhr
45 Wochenstunden 7:00-16:30 Uhr

Reggio inspirierte Kultur des Lernens

“Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.”                                                                      (Galileo Galilei)

Die Reggio-Pädagogik sucht die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten, „die 100 Sprachen der Kinder“ zu verstehen und zu fördern.

Reggio-Pädagogik ist eine Philosophie und eine Pädagogik des Werdens. Die Gesellschaft verändert sich ständig, dem entsprechend muss sich auch die Pädagogik weiterentwickeln und aus den eigenen Erfahrungen, dem kulturellen und politischen Umfeld wachsen.

Wir haben uns auf dem Weg gemacht zur „reggio-inspirierten Einrichtung“ und befinden uns im ständigen Weiterentwicklungsprozess.

Das Bild vom Kind

  • Das Kind ist ein vollwertiges menschliches Wesen mit eigener Identität und Kultur
  • Das Kind ist Konstrukteur seines Wissens und Könnens.
  • Das Kind ist Forscher und Entdecker.     
  • Das Kind hat andere Zeiten. 
  • Das Kind ist ein soziales Wesen – keine Bildung ohne Bindung.        
  • Das Kind kann sich auf sehr unterschiedliche Arten ausdrücken.  
  • Kinder erwerben in der Gemeinschaft einen großen Teil ihres Wissens. 

Rolle der Fachkraft

  • Begleiterin: im Freispiel und in der Projektarbeit. Sie baut Bindung auf und schafft eine Atmosphäre des Wohlbefindens.                                                            
  • Zeugin:  Beobachtung, Dokumentation und Planung der pädagogischen Arbeit
  • Forscherin: Forscht und staunt mit den Kindern                                   
  • Beobachterin: Aufnehmen, Verarbeiten und Interpretieren von Beobachtung
  • Lernende: Ständige Verbindung von Theorie und Praxis, Reflexion und Weiterentwicklung der Pädagogik

Bildungsverständnis

Das Zusammenspiel von Bildung, Lernen, Erziehung, Entwicklung und Bindung. Voraussetzung für Bindung, Bildung und Erziehung ist das Beziehungsnetz zwischen Kindern, Pädagogen und Familien. Jedes Kind ist Konstrukteur seiner individuellen Wirklichkeit und seines Wissens, durch eigene Erfahrungen.

Bildungsgrundsätze

„Kinder brauchen Herausforderungen, an denen sie wachsen. Kinder brauchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren. Kinder brauchen Gemeinschaft, in der sie sich wohlfühlen.“                                                                                   (Gerald Hüther)

Handlungsleitlinien zur Umsetzung des Bildungsauftrages, gemäß Sozialgesetzbuch SGB VIII und dem Kinderbildungsgesetz NRW KiBiz, sind die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“. Bei uns erhält jedes Kind die Möglichkeit sich zu entfalten.

Im Mittelpunkt frühkindlicher Bildung steht nicht das Füllen der Köpfe mit Wissen, sondern dass sich die Kinder durch Experimentieren und Forschen mit der Umwelt auseinandersetzen, Problemlösungsfähigkeit, verschiedene Lernwege und Kompetenz erwerben.

Nachhaltige Lernen ist dann gegeben, wenn die Kinder begeistert sind, ihre Emotionen angesprochen werden und wenn sie ihr Wissen aktiv, durch eigenständiges Handeln und Erproben erwerben. Genau das möchten wir im Freispiel und in der Projektarbeit erreichen. Auf Grundlage von Beobachtungen und Gesprächen mit den Kindern ermitteln wir die Interessen, Themen und Bedürfnisse der Kinder. Das bildet die Basis für die Planung des Freispiels, der Raumgestaltung und der Projektarbeit. Dabei liegt es uns am Herzen, dass ein Projekt ganzheitlich erarbeitet wird, wodurch die Bildungsbereiche ineinanderfließen.

Tagesablauf

Ein fester Tagesablauf gibt den Kindern Orientierung und ermöglicht ihnen selbstständig zu handeln und sich zunehmend altersentsprechend selbst zu organisieren. Bei der Gestaltung des Tagesablaufs haben die Kinder ein Mitspracherecht.

Die Fachkräfte planen Strukturen (z.B. Wochenplan) und halten diese ein. Sie sorgen für eine gute Atmosphäre und einen geregelten Tagesablauf, der Raum für individuelle Bedürfnisse der Kinder bietet.

Dem Alter der Kinder entsprechend wechseln im Tagesablauf Aktivitäts- und Ruhephasen, sodass Ausgewogenheit zwischen Spannung und Entspannung herrscht.

Gemeinsame Eckpunkte im Tagesablauf

7:00 – 8:00 Uhr Frühdienst
Ab 8:00

8:00-12:00 Uhr

Frühstück

Freispielzeit

Projektarbeit

Impulse

Außengelände

Gemeinsame Kreise

11:45 Uhr (ca.)

12:00 Uhr

12:15 Uhr

12:30 Uhr

Mittagessen in der Wolkengruppe

Mittagessen in der Rosa Gruppe (2 Jahre)

Grüne Gruppe (3 Jahre)

Mittagessen in der Blauen und Gelben Gruppe (4-6 Jahre)

12:00-12:30 Uhr Abholzeit
12:30 Uhr

13:00 Uhr

Schlafen: Wolkengruppe und Rosa Gruppe

Mittagsruhe in der Grünen, Blauen und Gelben Gruppe

Ab 14:00 Uhr Bring- und Abholzeit
14:00 Uhr-15:45 Freispielzeit

„Knabberrunde“

Impulse

Außengelände

15:45-16:30 Spätdienst

Übergänge

„Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen. Zwischen Freude und Ungewissheit, zwischen Loslassen und Festhalten siegen am Ende das Vertrauen und die Lust der Veränderung.“                                                                (Werner Bethamann)

Übergänge bedeuten eine veränderte Lebenssituation und ein neuer Anfang für alle Beteiligten. Sie stellen auf Grund widersprüchlicher Gefühlslagen besondere Herausforderungen dar und erfordern eine professionelle Begleitung.

Das Kind und die Familie müssen sich in einer fremden Umgebung, mit vielen fremden Gesichtern neu orientieren. Übergange zu gestalten heißt für uns in partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern das Kind in einem geplanten Prozess eng zu begleiten.

Eingewöhnung

Der Übergang von der Familie in die unbekannte Kita bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung. Das Vertrauen der Eltern zu gewinnen und die daraus resultierende positive Einstellung der Eltern zur Einrichtung, bilden die Basis für einen gelungenen Übergang.

Um einen sanften Start zu ermöglichen, braucht jedes Kind die Begleitung einer vertrauten Bezugsperson.

Unser Eingewöhnungskonzept ist an das Berliner Modell angelehnt.

Die ersten drei Tage begleiten die Eltern ihr Kind, um ihm die notwendige Sicherheit zu geben. So kann es seine neue Lebenswelt entdecken und die Fachkräfte in der Gruppe kennenlernen. In Absprache mit den Eltern wird der Zeitpunkt der ersten Trennung vom Kind vereinbart. Auf Grundlage von Beobachtungen sowie Gesprächen zwischen Fachkräften und Eltern werden die weiteren Schritte der Eingewöhnung individuell auf jedes Kind abgestimmt.

Übergang Krippe – KiTa

Auch der Übergang von der Wolkengruppe in die neue Gruppe stellt eine wichtige Veränderung dar. Die Kinder brauchen Zeit, um sich mit den Fachkräften, den Räumen und den anderen Kindern vertraut zu machen. Besonders der Bindungsaufbau zu den neuen Erzieherinnen ist sehr wichtig. Diesen Prozess bereiten wir langfristig vor, beispielweise durch das Spiel in der neuen Gruppe in Begleitung der vertrauten Erzieherin der Ursprungsgruppe. Die Kinder erleben das Interesse der neuen Erzieherinnen und das Gefühl des Angenommen Seins.

Übergang KiTa –Schule

Mit dem Eintritt in die Grundschule beginnt für Kinder und Eltern eine neue Lebensphase. Bei uns gibt es im letzten Kindergartenjahr kein Vorschulprogramm und Schulreifetraining, unsere Schulvorbereitung beginnt bereits am ersten Kindergartentag. Freispiel und Projekte sind dabei Herzstücke unserer Pädagogik. Hier lernen die Kinder von Anfang an ihre Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen zu entwickeln, als elementare Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang in die Grundschule.

Personal

Ein qualifiziertes Team begleitet die Kinder und stellt sicher, dass sie sich ungehindert entwickeln können.

Bei der Personalauswahl legen wir großen Wert auf gut ausgebildete Fachkräfte mit staatlicher Anerkennung, die die Philosophie der Einrichtung mit Engagement in der Praxis verwirklichen. Die Gruppenteams setzen sich aus mindestens 3 Fachkräften zusammen. Sie werden unterstützt von der freigestellten Einrichtungsleitung, einer pädagogischen Zusatzkraft und „Springkräften“ für den Vertretungsfall.

Die Mittagsverpflegung der über 80 „Über-Mittagskinder“ stellt unsere Köchin sicher. Es gibt 5 weitere technische Teilzeitkräfte für die Raumpflege, Unterstützung der Köchin und Hilfe im Außenbereich.

Eine Geschäftsführung regelt die Belange des Vereins und vertritt die Einrichtung, gemeinsam mit der Einrichtungsleitung, gegenüber dem Vorstand und nach Außen

Zusammenarbeit im Team

„Nach unserer Überzeugung gibt es kein größeres und wirksameres Mittel zu wechselseitiger Bildung als das Zusammenarbeiten“ (J. Wolfgang von Goethe)

Als Team verfolgen wir gemeinsame Ziele und gehen ehrlich miteinander um. Dabei arbeiten wir Hand in Hand zusammen, unterstützen und ergänzen uns gegenseitig. Jedes Teammitglied bereichert die tägliche Arbeit mit seinen Stärken und Ressourcen.

Ein vielseitiges Team mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Temperamenten, Lebenserfahrungen, Fähigkeiten und Schwerpunkten begleitet die Kinder und Eltern durch einen Lebensabschnitt.

Zusammenarbeit mit Eltern

Ohne Eltern geht es nicht. Wir ziehen gemeinsam an einem Strang.

Als Elterninitiative hat für uns die Elternarbeit einen hohen Stellenwert, sie impliziert sowohl Rechte als auch Pflichten.

Elternarbeit beschreibt die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. Das harmonische, wertschätzende Miteinander zwischen Elternhaus und KiTa verschafft den Kindern Wohlbehagen und gibt ihnen Vertrauen und Sicherheit. Der intensive Austausch ist die Grundlage für den Aufbau einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft und die Formulierung gemeinsamer Wege und Ziele.

Haben die Eltern in die Dokumentation der Entwicklung des Kindes eingewilligt, dient sie als Brücke zwischen pädagogischer Arbeit und Elternhaus. Das erreichen wir durch Einbeziehung der Kinder in die Dokumentation. Bedeutsame Entwicklungsschritte des Kindes werden festgehalten und dienen als Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern.

Eltern finden Möglichkeiten der Familienberatung in unterschiedlichen Lebenslagen.